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Ein neues Zeitgeschichte-Museum: Bedingungen und Chancen einer transmedialen Vermittlung von NS-Geschichte

Stefan Benedik, Monika Sommer: Ein neues Zeitgeschichte-Museum: Bedingungen und Chancen einer transmedialen Vermittlung von NS-Geschichte. In: Markus Stumpf, Hans Petschar, Oliver Rathkolb (Hg.): Nationalsozialismus digital. Die Verantwortung von Bibliotheken, Archiven und Museen sowie Forschungseinrichtungen und Medien im Umgang mit der NS-Zeit im Netz. Göttingen 2021, 35–46.

Als Open Access Buch verfügbar unter: https://www.vr-elibrary.de/doi/epdf/10.14220/9783737012768

Seit dem Beginn der Musealisierung vonNS-Geschichte ist der Widerspruch zwischen einer
oft ungebrochenen Verlängerung von Ideologie und Propaganda in (materiell en wie virtuellen) Ausstellungen und einem teils aus politischer Vorsicht intransparenten Umgang
mit gesammelten Objekten, die einenNS-Bezug aufweisen, charakteristisch. Das 2018
eröffnete Haus der Geschichte Österreich profitiert von einer Veränderung im Umgang mit
solchen Fragen und greift als Museum des 21. Jahrhunderts die kritische Diskussion zur
musealen Präsentation von Propaganda- und Gewaltobjekten auf. Der Beitrag reflektiert
außerdem über den Aufbau einer Sammlung, in der Schenkungen von Objekten mit NS-
Bezug großes Gewicht haben und skizziert Erfahrungen aus Projekten, die den materiellen
und virtuellen Museumsraum verbinden und dem Ausstellungsformat der wachsenden
Webausstellungen, die BesucherInnen eine unmittelbar eingreifende Rolle geben.


Public History, in: Österreichische Zeitgeschichte - Zeitgeschichte in Österreich

Stefan Benedik, Lisbeth Matzer: Public History, in: Marcus Gräser, Dirk Rupnow (ed.): Österreichische Zeitgeschichte - Zeitgeschichte in Österreich. Eine Standortbestimmung in Zeiten des Umbruchs. (= Böhlaus zeitgeschichtliche Bibliothek 41). Wien/Köln 2021. https://doi.org/10.7767/9783205209980.367

Open Access-Download hier: https://www.vr-elibrary.de/doi/10.7767/9783205209980.367
Die gesamte Publikation steht hier zum Download bereit: https://www.vr-elibrary.de/doi/epdf/10.7767/9783205209980


Dieser Beitrag diskutiert Entwicklungsstränge einer Public History in Österreich – von der Institutionalisierung von Zeitgeschichte an den Universitäten ab Mitte der 1960er-Jahre bis zur Ausschreibung der ersten Professur für Public History in Österreich an der Universität Wien 2018. Dabei fokussiert er besonders auf die Vielfalt der verschiedenen, an breite Öffentlichkeiten gerichteten Formate und fragt, was öffentliche Zeitgeschichte in Österreich bedeuten kann bzw. was ihre ermächtigenden und demokratisierenden Potentiale sind – und warum sie so selten (wirksam) genutzt werden.

Was heißt da „neues Biedermeier“? Von der Entzauberung der Häuslichkeit

Covid-19 und die Folgen: Ohne seinen Gegenpart des „Öffentlichen“ hat sich das „Private“ als Trugbild entpuppt. Die Überhöhung des Privaten ist auffallend schnell einer Desillusionierung gewichen.

Kurze Zeit schien es, als würde in Europa die Rede vom Krieg wieder Überhand gewinnen. Ausgerechnet in einer Krise, die weder national noch militärisch zu fassen ist, waren jene Stimmen am lautesten, die nationalistische und martialische Vorstellungen bedienten. In Retrospektive auf einen Monat, in dem der Ausnahmezustand vermittelt, eingeübt und jetzt auch verhandelt wurde, zeigt sich aber, dass ein anderes Thema durch die Corona-Krise länger anhaltend Bedeutung gewinnt: Häuslichkeit ist schon seit rund zehn Jahren ein starker Bezugspunkt von Hipster-Populärkulturen – in einem sehr widerspruchsreichen Feld zwischen Fünfzigerjahre-Kitsch und MeToo-Debatte.

Publiziert in: Die Presse, Spectrum, 29.4.2020

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Barbara Tiefenbacher, Stefan Benedik: "Ihr Roma könnt nur singen und tanzen, aber lernen könnt ihr nicht!"' Interdependenzen zwischen Ethnisierung und Benachteiligung im Bereich der Schulbildung am Beispiel der Situation von RomNija in der Slowakei und in Österreich. In: Manfred Prisching, Werner Lenz, Werner Hauser (Hg.): Diversität als Bildungsfaktor. (= Schriften zum Bildungsrecht und zur Bildungspolitik 14) Wien 2012. S. 115–148.

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