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Public History, in: Österreichische Zeitgeschichte - Zeitgeschichte in Österreich

Stefan Benedik, Lisbeth Matzer: Public History, in: Marcus Gräser, Dirk Rupnow (ed.): Österreichische Zeitgeschichte - Zeitgeschichte in Österreich. Eine Standortbestimmung in Zeiten des Umbruchs. (= Böhlaus zeitgeschichtliche Bibliothek 41). Wien/Köln 2021. https://doi.org/10.7767/9783205209980.367

Open Access-Download hier: https://www.vr-elibrary.de/doi/10.7767/9783205209980.367
Die gesamte Publikation steht hier zum Download bereit: https://www.vr-elibrary.de/doi/epdf/10.7767/9783205209980


Dieser Beitrag diskutiert Entwicklungsstränge einer Public History in Österreich – von der Institutionalisierung von Zeitgeschichte an den Universitäten ab Mitte der 1960er-Jahre bis zur Ausschreibung der ersten Professur für Public History in Österreich an der Universität Wien 2018. Dabei fokussiert er besonders auf die Vielfalt der verschiedenen, an breite Öffentlichkeiten gerichteten Formate und fragt, was öffentliche Zeitgeschichte in Österreich bedeuten kann bzw. was ihre ermächtigenden und demokratisierenden Potentiale sind – und warum sie so selten (wirksam) genutzt werden.

Was heißt da „neues Biedermeier“? Von der Entzauberung der Häuslichkeit

Covid-19 und die Folgen: Ohne seinen Gegenpart des „Öffentlichen“ hat sich das „Private“ als Trugbild entpuppt. Die Überhöhung des Privaten ist auffallend schnell einer Desillusionierung gewichen.

Kurze Zeit schien es, als würde in Europa die Rede vom Krieg wieder Überhand gewinnen. Ausgerechnet in einer Krise, die weder national noch militärisch zu fassen ist, waren jene Stimmen am lautesten, die nationalistische und martialische Vorstellungen bedienten. In Retrospektive auf einen Monat, in dem der Ausnahmezustand vermittelt, eingeübt und jetzt auch verhandelt wurde, zeigt sich aber, dass ein anderes Thema durch die Corona-Krise länger anhaltend Bedeutung gewinnt: Häuslichkeit ist schon seit rund zehn Jahren ein starker Bezugspunkt von Hipster-Populärkulturen – in einem sehr widerspruchsreichen Feld zwischen Fünfzigerjahre-Kitsch und MeToo-Debatte.

Publiziert in: Die Presse, Spectrum, 29.4.2020

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